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Die ersten 12 Jahre

meines Lebens wohnten wir im ersten Stock des Hauses meiner Grosseltern muetterlicherseits im Eckhaus Weiherstr,/Polligsstr.:
(Das Haus mit dem teils roten Dach). Wir hatten einen Hof und eine ehemalige Scheune, wo samstags Badetag in einer alten Zinkwanne war, die ich noch bei mir im Keller stehen habe.
Unsere Wohnung bestand aus Wohnkueche mit altem Eisenherd, kein Bad, Toilette auf halber Hoehe im Treppenhaus, Wohnzimmer nur fuer Besucher - da schlief ich, keine Heizung, im Winter Eisblumen am Fenster und das Elternschlafzimmer auf der Ecke. Mein Vater (Steuerberater) hatte sein Buero darunter im Erdgeschoss.
Ich hatte eine schoene Kindheit, wuchs mit meinem Vetter Robert, 12 Jahre älter, auf, den meine Grosseltern zu sich nahmen, weil seine Mutter (die Frau des einzigen Sohnes) bei der Geburt der Zwillinge starb. Mein Grossvater hatte ein Baugeschaeft, und hinter dem Haus (vor in der Weiherstr.) war ein Grundstueck mit Baumaterial, da startete ich mal den abgestellten Opel Blitz ;-) War ein schoener Abenteuer-Spielplatz, und in der Ecke war ein schmaler Durchgang zur Schreinerei Pfahl, heute Beerdigungs-Institut, schraeg gegenueber in der Weiherstrasse war eine Baeckerei, ich glaube Kramer, (Das Fachwerkhaus), auf der Ecke die Kneipe der Kribbelers, spaeter der "Marktkrug", eine Strasse weiter (Pfarrgasse) auf der Ecke war der Spar-Laden, am Ende der Polligsstr. die Baeckerei Henrich mit lecker Steinofenbrot, dort gegenueber in der Bachstr. meine Volksschule.
Wenn Kirmes war, stand das Riesenrad praktisch vor dem Haus, und bei Zirkus konnte man die Wagen mit den Tieren (Loewen, Tiger) sehen.
In der Wohnkueche hatte ich eine Ecke gegenueber dem Herd mit einer Platte, der Eisenbahnanlage, da baute ich auch die ersten Fallerhaeuschen, leider hatte ich da noch keine Kamera, erst im neuen Haus hatte ich dann ein eigenes Zimmer.
Diethelm

7.12.19 15:49, kommentieren

Fähigkeiten (1.922)

Ein Beispiel: mein Cousin Robert, 12 Jahre älter, hat viel Tapeziert und überhaupt alles selbst gemacht (z.B. seinen "Plastikbomber" Lloyd "Alexander" von innen tapeziert), und ich habe als Kind oft zugesehen und Handreichungen gemacht. Meine zweite Frau war Malerin und Lackiererin und konnte auch Teppichböden verlegen und Tapezieren.
Ich kleisterte immer nur 4 Bahnen (meist eine Rolle) ein, stieg dann auf die Leiter, hielt den Anfang an die Wand und rief sie dann aus dem Nebenzimmer, sie möge mir die Bahn runter ziehen, Ergebnis: sie lachte mich erst einmal aus und meinte: "Ich dachte, Du könntest tapezieren!" - Sowas tut weh, ich machte es so wie Robert, und mein erster Schwiegervater lobte mich wegen meiner genauen Arbeit!
JEDER Mensch hat seine besonderen Fähigkeiten, sie hatte das 3 Jahre gelernt, ich aber war Versicherungs-Kaufmann! Ich wage zu behaupten, dass ich sehr vielseitig war - ich mauerte allein meine Wintergarten, setzte 2 Fenster und die Tür ein und die 3 Stürze darüber, legte Stromleitungen, tauschte Armaturen aus, grub den Garten komplett um, verlegte Teppich- und PVC-Böden, kam gut mit Hunden klar, hatte alle möglichen Tiere, einen Teich, fotografierte, sammelte Briefmarken und Münzen sowie Moselle, die ich auch meist selbst bastelte, fotografierte die dann auch von allen Seiten und oft im Flug (da retuschierte ich den Ständer weg), erstellte Banner und Hintergründe für meine Homepage, schrieb Workshops, wie man z.B. eine Tabelle sortiert (mittels MS-works und dann als *.txt abspeichert und in html lädt), habe ein sehr großes Allgemeinwissen, aber auch der "Penner" auf der Straße hat ja ein Vorleben, das meist niemand kennt - man sollte nie voreilig über einen Menschen urteilen!
So brachte ich vor einiger Zeit meinen roten (chinesischen?) Nudelsalat ins Bistro zum Probieren, da meinte der Koch "das hast Du aber doch nicht selbst gemacht?" Äh, warum nicht??
Ich war ja nie von Beruf Sohn! Und als meine zweite Frau abhaute, musste ich kochen oder kaufen - das ist auf die Dauer zu teuer! Aber Nudel- und Kartoffelsalat machte ich bereits in der ersten Ehe - das konnte meine Schwiegermutter sehr gut, und ich bekam Tipps von ihr!
Und ein "Modepüppchen" kann sich zumindest gut schminken! Diethelm

5.12.19 22:03, kommentieren

Kunst

Man sagt ja, Kunst liegt im Auge des Betrachters, demnach hat Joseph Beuys wohl immer was eingeworfen - wie kann man seine "Werke" als Kunst bezeichnen?
Und auch 2 schwarze Punkte auf weißen Untergrund oder die 16 verrosteten Säulen auf der Museumsmeile in Bonn, hier ein Teil bei Nacht: sie die 16 Bundesländer symbolisieren sollen, sind keine Kunst, kosten aber ein Vermögen - da sie rostig sind, heißt das, mit allen Bundesländern geht es bergab? Doch wohl nicht! Und auch ein angebissenes Käsebrötchen ist keine Kunst!!
Soviel ich weiß, müssen alle neuen Verwaltungsgebäude ein Kunstwerk aufstellen lassen, warum nimmt man da keine preiswerten von Künstlern, bei deren Objekten man noch erkennen kann, was sie darstellen!?
Und dann die Modeschöpfer - untragbare Mode für den Alltag! Und die Werbefuzzys: eine schöne heile Welt, die nicht existiert!
Da liebe ich mir die Glaskünstler, hier in Rheinbach gibt es ja ein Glasmuseum! Oder Teppich-Knüpf-Künstler, Maler, auf deren Bildern Natur zu erkennen ist oder auch Gebäude, ich klammere jetzt mal Musiker usw. aus, weil man die ja schlecht ausstellen kann Aber auch gute Architekten sind Künstler und manche Autodesigner ebenfalls. Colani z.B. ist genial, Picasso anscheinend immer unter Strom, Bauhaus-Stil furchtbar, da sehe ich mir lieber Stillleben an! Auch viele Straßenmaler sind echte Künstler! Mit das wichtigste ist doch, dass Farben miteinander harmonieren! Wer dafür kein Auge hat, sollte es sein lassen!
In Rheinbach stellten am 28. März 2004 zum Tag der offenen Ateliers mal unsere Künstler aus, da konnte ich ja noch gehen und habe fast alle besucht, die Pechsteinarbeiten von Leonie Kampmann in Hilberath fand ich interessant, wenn auch sehr teuer: , auch die Arbeiten mit Papier von John Gerard sind nett anzusehen: oder die Glaskunst von Fritz Berg: , da kommt es sehr auf die richtige Beleuchtung an! Auch die n"Sculptures in motion" von Maximilian Verhas sind klasse:
Diethelm

5.12.19 21:07, kommentieren

Abgefahrene oder kaputte Reifen (1.920)


DAS wäre doch was: Reifen recyclen zu können, also z.B. Kautschuk unter zu mengen oder eine Methode zu finden, Gummi zu verflüssigen, dann wäre das Problem gelöst - forscht da jemand dran?
Und was ist mit runderneuerten - wird das nicht mehr gemacht?
Tja, alles, was wir in die Welt setzen, ist nahezu unkaputtbar, anscheinend forscht auch niemand an einem Ersatz des Gummis, denn der Reifenabrieb ist ja auch ein großes Problem!
Diethelm

3.12.19 22:02, kommentieren

Sprayer

Besprühte Hauswände oder sogar Autos, Züge sowieso, was geht in den Köpfen der Jugendlicher vor? Wenn sie später selbst Eigentum haben sollten, würden sie das auch anders sehen!
Dabei wäre es so einfach, die Täter zu überführen: Spraydosen nur auf Vorlage des Persos verkaufen und die Daten notieren sowie die Chargen-Nr. In jede Charge eine andere Beimengung, z.B. Mikroplastik, vielleicht sogar pro Tag, und schon könnte der Täter ermittelt werden, und dann ein paarmal hart bei der Bestrafung durchgreifen, und das Thema wäre gegessen!
Sicher kostet das etwas, aber was kostet das Entfernen der "Kunstwerke"?
Diethelm

3.12.19 21:43, kommentieren

Mimikry (1.918)

Es gibt viele Tiere, die mittels Nachahmung von z.B. großen Augen oder Totenkopf Fressfeinde abschrecken, aber woher weiß die Beute, dass große Augen abschrecken, und selbst wenn das Tier das weiß, wie hat es die Augen nachgemacht? Oder lag das bereits in den Genen?
Ich glaube auf jeden Fall nur zu einem kleinen Anteil an Darwins Evolutions-Theorie.
Vielleicht waren ja wirklich Außerirdische auf unserem Planeten und haben Gen-Experimente durchgeführt, wie sonst lassen sich die Mythen um Einhorn, Minotaurus usw, erklären?
Wenn WIR einen Totenkopf abschreckend finden, heißt das noch lange nicht, dass Tiere das auch tun! Es gibt Raupen, die bilden einen Schlangenkopf nach, ok, den fürchten auch Tiere, aber wir Menschen könnten einfach ein Kostüm anziehen, aber wie formen Tiere das nach?
Was ok ist, dass manche Echsen bei Gefahr eine "Halskrause" aufstellen und so größer wirken.
Wir wollen ins All vorstoßen, aber mit unseren Antrieben wird das nichts, und alleine zum nächsten Planeten tragenden Stern wären wir Jahrzehnte unterwegs, also Generationenschiffe oder wie bei "Passenger" Tiefschlaf und uns Robotern überlassen, dabei kennen wir unseren eigenen Planeten nur bruchstückhaft, und wenn wir uns nicht beeilen, sind Tiere ausgestorben, die wir nie erforscht haben!
Natur ist etwas so fantastisches, da sollten wir die Finger von lassen!
Sind wir denn mit all unserer Technik glücklich? Alles immer schneller, damit wir Zeit sparen, aber wofür? Partys feiern? Man muss auch schon mal die Seele baumeln lassen, und ich bin überzeugt, dass der Bauer in den Anden zufriedener ist als wir verwöhnten Europäer oder US-Amerikaner!
Back to the roots!
Diethelm

2.12.19 20:37, kommentieren

Mein Garten

Leider ist ja keine Frau mehr da, die den Garten pflegen wollte, und so habe ich mich entschlossen, nur noch den Rasen vor dem Haus und bis zur Hecke schneiden zu lassen, und die auch nur an der Straßenseite, dahinter ist nun "Wildnis". So sieht die Hecke nun aus: der Rasen darf jetzt wachsen, und die Äste werden in einer Ecke geschichtet.
Auf der überdachten Terrasse steht ein Futtersilo für die Vögel (ein Futterhaus ist schlecht, weil das Futter sich dann mit Kot vermischen kann) und eine Tränke an der Wand, bisher konnte ich aus der Terrassentür Blau- und Kohlmeise, bei Tannen- und Haubenmeise bin ich mir nicht sicher, dann Rotkehlchen, Haussperlinge, Elster, Hausrotschwanz, Buchfink und Heckenbraunelle, und es wird mehr, weil an der Terrassentür die Rollade meist auf Licht ist, nun habe ich wenigstens etwas Natur hinterm Haus.
Ich hatte ja früher Kernbeißer , Grün- und Bergfinken , Birken- und Erlenzeisige und sogar Sperber und Grünspecht im Garten, aber es ist weniger geworden.
Diethelm

27.11.19 20:27, kommentieren