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Gedanken über mich

Ich denke, meine Behinderung, die nach der Blinddarm-OP begann (ca.1985), hat mich schon ziemlich verändert. Man sagt ja, Gesunde haben viele Wünsch, chronisch Kranke nur den einen: gesund zu werden!
Viele wissen ja nicht, was mb (morbus bechterew) bedeutet: die Wirbelknochen wachsen, meist in Schüben zusammen, und der Rücken versteift, bei manchen gerade (das sind die, wo man salopp sagte "Der hat eine Ladestock verschluckt" und die meisten krumm, daher auch mein Nick (den ich mir gab!) Quasimodo52 - auch als URL eingetragen!
Ich habe mich schon früh damit abgefunden, denn es bleibt einem ja nichts anderes übrig, leider wurde ich 8 Jahre praktisch nicht behandelt, weil ich den entspr. Faktor nicht habe - ein Psychologe in Meckenheim kam an der Tür zum Behandlungszimmer rein und sagte "Sie haben bechterew"!
Dann wurde ich zur Vertrauensärztin geschickt, die mich das erste Mal gemessen hat, da war ich nur noch 162 cm hoch statt 168! Das war ein Schock für mich, danach die erste Kur, und ich lernte dort das erste mal einen Chirogymnasten kenne. Heute weiß ich, dass man alle Orthopäden ohne chiropraktische Ausbildung "verbrennen" kann - einer sagte mir vor der Kur, er könne mir jeden Wirbel knacken lassen, das sei normal!
Für mich das Schlimmste ist, dass die Gelenke am Brustbein ebenfalls versteifen, d.h., der Brustkorb kann sich nicht mehr dehnen, und ich habe nur noch 2 L Luft (normal 5 L, Sportler bis 7 L!) Also bin ich schnell aus der Puste. Ich denke, ich kann aus psychischen Gründen seit über 10 Jahren nicht mehr ohne Hilfsmittel gehen (seit meine letzte Frau abgehauen ist).
Für mich ist jeder Tag ohne große Schmerzen ein guter Tag, ich kann ja auch noch Auto fahren, muss manchmal einfach unter Menschen, weil ich Redebedarf habe. Und ein guter Monat ist der, wo ich gut mit meinem Geld klar komme (ich muss noch Kindes-Unterhalt zahlen!)
Sicher wird man vielleicht etwas empfindlicher, aber ich tue bei vielem so, als ob ich es nicht mitbekomme (wie man hinter mir herschaut und tuschelt!), aber Gott sei Dank habe ich gute Schutzengel und meinen Humor nicht verloren. Leider bin ich immer noch sehr sensibel, glaube an das Gute im Menschen, und manches tut im Herzen sehr weh! Aber wie heißt es so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt!
In diesem Sinne eine Gute Nacht allen, die das lesen.
Diethelm

6.3.19 22:38

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